2. Moderatorentag

Großartige Stimmung am 9. Dezember im Office Club in Berlin Prenzlauer Berg: Moderator*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum trafen sich zum 2. Moderatorentag zu Weiterbildung, Inspiration und Netzwerken. So begann der Austausch untereinander auch wirklich in der ersten Minute. Wie kommst Du an Deine Aufträge? Wie kriegst Du als Moderator*in Kinder und Karriere unter einen Hut? Was bringen Dir Plattformen wie Moderatoren.org, Agenturen und so weiter? Es standen gefühlte tausend Fragen im Raum, die diskutiert wurden. Teils in kleinen Gruppen untereinander und dann am Nachmittag in großer Runde. Jeder brachte seine Erfahrungen ein, und es herrschte eine offene und herzliche Atmosphäre. Was alle Teilnehmer*innen interessierte: Wie sind die Honorare für Eventmoderation? Um das herauszufinden, führten wir eine anonyme Abfrage unter den Gästen durch. Der daraus ermittelte durchschnittliche Tagessatz für eine Veranstaltung überraschte viele. Wie sich die Gagen entwickeln, wollen wir in Zukunft bei Moderatorentagen weiterverfolgen.

Die Highlights der Veranstaltung waren ohne Zweifel die Vorträge der Keynote-Speaker – 3 Branchengrößen, die wir normalerweise nicht so ohne Weiteres buchen können. Michael Rossié begeisterte in seinem Vortrag „Moderator – ein unterschätzter Beruf“ mit einem mitreißenden Plädoyer für Qualität in der Moderation: „Moderatoren sind fleißig. Moderatoren sind vorbereitet. Und Moderatoren überlassen nichts dem Zufall.“ Er gab sogleich sehr konkrete Tipps mit auf den Weg.  Wie schaffen wir es, dass wir als Moderatorenpersönlichkeiten in Erinnerung bleiben? „Persönlichkeit.“ Worauf kommt es bei der Sprache an? „Tanzen Eure Sätze oder marschieren Sie?“ Wie gelingt ein guter Anfang, wie ein überzeugender Schluss? Michael bot viel Konkretes, viel Inspiration und viele Lacher – wenn er schlechte Moderationsbeispiele nachspielte. 

Ernst-Marcus Thomas gab in seinem Vortrag Antworten auf die Frage “Wie kommt die Sendung zum Moderator?“ In einem Wort ließe sich seine Keynote zusammenfassen mit Beharrlichkeit: „Keiner wartet da auf Dich. Du musst selbst aktiv werden, Du musst hartnäckig dran bleiben an den Entscheidern. Wenn sie Dir die Tür vor der Nase zuschlagen, kommst Du durchs Fenster wieder. Wenn sie das Fenster zumachen, kommst Du durch den Keller zurück.“ EMT zeigte drei mögliche Wege, wie Moderator*innen eine Sendung finden. Er gab Tipps, wie ein gutes Showreel aussehen muss, an wen man es am besten schickt und worauf es beim Casting ankommt: „Du musst es gleich können, sonst kannst Du nach Hause gehen.“

Oder zu Youtube – würde Christoph Krachten sagen. Von ihm kam der Impulsvortrag „Youtube – ein Markt für Moderatoren?“ Christoph zeigte uns, wie wir als Moderatoren mit eigenem Content  – ohne beim klassischen Fernsehen Klinken zu putzen  –  erfolgreich sein und noch dazu Geld verdienen können. Christoph Krachten: „Es ist eine fantastische Zeit, um erfolgreich im Netz zu sein. Das ist eine einmalige Chance für Moderatoren“ Dazu brauche es aber qualitativ hochwertigen Content. Formate auf Youtube funktionieren im Grunde genau wie klassische TV Formate: Sie erscheinen regelmäßig zur gleichen Zeit, haben einen Wiedererkennungswert und leben von der Persönlichkeit des Youtubers. Sehr detailliert zeigte er uns mit vielen Beispielen, wie ein guter Youtube-Kanal aussieht und was die Zuschauer vom Moderator*in erwarten.

Ein weiteres Thema des Tages: die Gründung des Moderatorenverband Deutschland. Alle Moderator*innen waren begeistert von der Idee, sich zu vernetzen und eine Plattform zu schaffen, bei der es um Weiterbildung, Qualität und Austausch in der Branche geht.

Der Moderatorentag wird dabei ein fester Bestandteil des Jahresprogramms sein. Der nächste Termin für den 3. Moderatorentag steht bereits fest, er findet am 19.1.2019 in Berlin statt.

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Das Tagesprogramm

09.00 Uhr    Einlass / Netzwerken / Kaffee
10.00 Uhr    Begrüßung der Initiatoren, Vorstellung der Programmpunkte
10.15 Uhr    Keynote Michael Rossié – Moderator – ein unterschätzter Beruf
11.15 Uhr    Wer / Wie / Was – Conference I
12.15 Uhr    gemeinsames Mittagessen – Raum für Gespräche
13.15 Uhr    Keynote Ernst-Marcus Thomas – Wie kommt die Sendung zum Moderator
14.15 Uhr    Wer / Wie / Was – Conference II
15.15 Uhr    Kaffee-Pause
15.45 Uhr    Keynote Christoph Krachten – YouTube & Co – ein Markt für Moderatoren?
16.45 Uhr    Deutscher Moderatorenverband „Wieso weshalb warum?“ – Inhalte, Vorteile, Satzung

und weiter geht´s mit einem gemeinsamen Abendessen & ab an die Bar …
Wir freuen uns auf euch!

Wer / Wie / Was
Bei diesem Programmpunkt geht es um spezifische Fragen zum Moderatorenbusiness. 
Im Stil einer Mastermindgruppe tauschen wir uns im vertraulichem Rahmen aus.
Im Vorfeld der Veranstaltung und im ersten Slot möchten wir Fragen sammeln, die wir dann im Rahmen von Wer / Wie /Was gemeinsam diskutieren und  besprechen.
Themen könnten sein: Umgang mit Kunden, best practise Beispiele, Preisgestaltung, Umgang mit Pannen oder ähnlichem auf der Bühne.

Die Referenten

Keynote #1

Moderator – ein unterschätzter Beruf

 

In diesem Vortrag geht es darum, was ein guter Moderator ist und wie man einer wird. Man sollte trockene Inhalte spannend und mit Witz vermitteln können, Geschichten erzählen, Pointen setzen, mit Bildern und Metaphern arbeiten können und dabei immer seriös sein. Dabei wirkt ein guter Moderator nicht wie eine Aufziehpuppe oder wie ein schlechter Schauspieler, sondern gibt sich ganz locker und natürlich, als würde er sein Leben nichts anderes machen, als sich vor Kamera, Mikrophon oder auf der Bühne zu bewegen. Ein guter Moderator zu sein, ist harte Arbeit, Charme und Witz kommen nicht von selbst. Lernen Sie ein paar Techniken, wie Moderatoren ihre ganz eigene Art entwickeln und trotz all der Vorgaben von Redakteuren und Sendern noch sie selbst sein können.

Michael Rossié arbeitet seit fast 30 Jahren als Sprechertrainer und Coach im Auftrag von Radio- und Fernsehsendern sowie in der Wirtschaft. Außerdem ist er ein viel gebuchter Moderator und Keynote-Speaker zu den Themen Kommunikation und Präsentation. In über 200 Vorträgen, Seminaren und Coachings jährlich arbeitet Michael Rossié mit allen, die in der Öffentlichkeit gut reden müssen – vom Schlagersänger bis zum Dax-Vorstand, vom Fußballer bis zum Fernsehmoderator. Seit 2013 trägt er den Titel CSP (Certified Speaking Professional), eine international anerkannte Qualitätsauszeichnung für Speaker. Er ist u.a. Autor der beiden Standardwerke für Radio- und Fernsehmoderatoren „Sprechertraining“ und „Frei sprechen“, die mittlerweile in der 6. bzw. 7.Auflage erscheinen.

Weitere Informationen: sprechertraining.de

Keynote #2

Wie kommt die Sendung zum Moderator?

 

Wie Fernsehsender ihre Produktionen besetzen ist von außen ein Buch mit sieben Siegeln. An welchen Stellen werden Entscheidungen getroffen, welche Rolle spielen Produktionsfirmen und Agenturen? Und wie schafft man es als Moderator, sich indiesem Besetzungsdschungel zurechtzufinden? Mit dem Buch „Traumberuf Moderator“ hat Ernst-Marcus Thomas einen Kompass für junge Moderatoren geschrieben. Denn gerade der Anfang ist in diesem Geschäft sehr schwer. Thomas war selber lange vor der Kamera und musste sich seinen Weg durch die Senderhierarchien bahnen – mit und ohne Agenturen. Nach einem kurzen Impulsvortrag zu möglichen Wegen vor die Kamera ist dieser Teil vor allem als Frage-Runde für die Teilnehmer gedacht, bei der Thomas Fragen zu Karrierechancen vor der Kamera beantwortet.

Ernst-Marcus Thomas, kurz EMT, wusste schon im Alter von 16 Jahren ganz genau, was er werden wollte: Moderator. Auf seiner Reiseschreibmaschine „Monica“ von Olympia schrieb er eine Bewerbung nach der anderen – doch von den Sendern hagelte es nur Absagen. Außer ihm selbst war niemand von seinem Talent überzeugt. Es dauerte sieben Jahre, bis er nach mehreren Praktika und einem Zeitungs-Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen endlich da landete, wo er mit 16 schon hin wollte: am Mikrofon und vor der Kamera. Der Radiosender hr3 in Frankfurt engagierte EMT mit Anfang 20 für die Moderation der Abendsendung. Von dort ging es weiter zum Kinderfernsehen und in die Dritten Programme von hr, NDR und SWR („DAS!“, „NDR Talkshow“, „nix wie raus…“). In München studierte er zudem Theaterwissenschaft und Psychologie. Danach landete Thomas in der Mittags-Sendung „ARD Buffet“ im Ersten, bis er 2008 als Moderator zum „ZDF Fernsehgarten“ geholt wurde. Nach einem Jahr war das Abenteuer Fernsehgarten für ihn zu Ende und aus dem Karriere-Höhepunkt wurde ein Karriere-Knick. Heute, mit 44 Jahren, arbeitet Ernst-Marcus Thomas vor allem hinter den Kulissen: als Moderations-Coach an der ARD.ZDF.Medienakademie, Kommunikationstrainer für renommierte Firmen wie Lufthansa und als Dozent an der Zürcher Hochschule ZHAW in der Schweiz. Daneben hat er beim WDR zu seiner alten großen Liebe, dem Radio, zurück gefunden.

Weitere Informationen: charismedia.ch

Keynote #3

YouTube & Co – ein Markt für Moderatoren?

Christoph Krachten hat schon für fast alle TV-Sender in Deutschland gearbeitet. Doch nachdem sich dort die Langeweile in nie gekanntem Ausmaß breit machte, entdeckte er das Bewegtbild im Internet für sich. Er gehört als Produzent und Moderator von Clixoom, des einzigen YouTube-Kanals, der als Eigenproduktion einer Produktionsfirma auf YouTube aus eigener Kraft erfolgreich wurde, zu den bekanntesten YouTubern Deutschlands. Die VideoDays, auf denen 15.000 Fans alljährlich ihre Onlinestars feiern, sind seine Erfindung, und er gehört zu den Gründern des ersten deutschen YouTube-Vermarktungs-Netzwerkes Mediakraft. Inzwischen hat er sich auf die Produktion und Beratung im Bereich Online-Video spezialisiert und zeichnet mitverantwortlich für die erfolgreichsten Brand Channels auf YouTube in Deutschland. Auf Konferenzen, wie der TEDx, gibt er sei Wissen weiter, ausserdem ist seit 2015 das Gesicht des YouTube-Kanals von Volkswagen Financial Services.

Weitere Informationen: Facebook Page

Die Macher

Photography by: Steffi Henn

Felix Heimberg ist als Unternehmer und Kommunikator seit mehr als fünfzehn Jahren im Bereich Marketing erfolgreich. Nach seiner Ausbildung bei der Agentur Grey in Düsseldorf und während des Studiums Medienpräsentation an der Hanseatischen Akademie in Hamburg entwickelte er sein erstes Geschäft mit dem Schwerpunkt Moderation. Von 2011 bis Ende 2014 baute er die Kommunikations-Agentur heimberglaufer GmbH in Berlin auf. Inzwischen konzentriert sich Felix Heimberg neben der Moderation auf die Themen übergreifende Konzeption von Kommunikationslösungen, Moderatoren-Coaching und dem Skripten von inhaltlichen Präsentationen. Ausserdem ist er Geschäftsführer des tollkühnmedia Verlages mit Sitz in Berlin und Dresden.

Weitere Informationen: felixheimberg.de oder tollkuehn-media.de

Seit gut 15 Jahren arbeitet Ralf Schmitt als Moderator und Keynote-Speaker. Dabei begeistert er sein Publikum jedes Mal vor allem mit einer ausgewogenen Mischung aus fachlicher Kompetenz und feinem Humor. Die Besonderheit seiner Auftritte liegt in der Interaktion mit dem Publikum – sowohl bei der Keynote als auch bei der Moderation. Da er diese beiden Tätigkeiten auch sehr gerne verbindet, ist er eigentlich ein „KeyMode-Speaker“. In seinen Vorträgen gibt er seinem Publikum ein „Mindset für eine flexible Zukunft“ an die Hand. Denn Flexibilität und Spontaneität liegen dem Bühnenprofi, dessen Wurzeln im Impro-Theater liegen, im Blut. Ralf Schmitt ist Autor dreier Sachbücher zum Thema Flexibilität und Humor und Vorstandsmitglied der German Speakers Association. Im Jahr 2015 gründete er die Impulspiloten GmbH. Sie versteht sich als der Architekt von Veranstaltungen. Schmitt und sein Team erarbeiten gemeinsam mit ihren Kunden die optimale Dramaturgie für jede Veranstaltung.

Veröffentlichungen:
„Ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt“
„Ich bin total beliebt, es weiß nur keiner“
„Die besten Ideen für mehr Humor“
2017 erscheint in der 30-Minuten-Rehe von GABAL: „30 Minuten Spontaneität“

Weitere Informationen: schmittralf.de

Nicole Krieger ist Gründerin und Leiterin der Moderatorenschule Baden-Württemberg und eine der führenden Moderationstrainerinnen.
Sie trainiert Moderatoren und Führungskräfte für ihren Auftritt vor Publikum und in den Medien.
Nicole Krieger ist ausgebildete TV Journalistin und arbeitete jahrelang als Moderatorin und Redakteurin bei unterschiedlichen TV Sendern (u.a. B.TV, HR, DasVierte).
Mehr als 800 Veranstaltungen aller Formate moderierte sie für namhafte Unternehmen, Ministerien und öffentliche Institutionen.
Als Trainerin hat sie sich u. a. bei Prof. Schulz von Thun weitergebildet. Sie entwickelte die Gastgeber-Methode, das erste Trainingskonzept für Veranstaltungsmoderation und ist Autorin des Buchs „Die Gastgeber-Methode – Tagungen, Konferenzen, Veranstaltungen, Diskussionen kompetent und erfolgreich moderieren“.

Weitere Informationen: www.nicolekrieger.de oder www.moderatorenschule-bw.de

Anmeldung & Konditionen

 

Wir bieten Ihnen den Moderatorentag zum Selbstkostenpreis von netto 149,00 € an. Eine ordentliche Rechnung erhalten Sie nach erfolgtem Zahlungseingang. Die Gesamtteilnehmerzahl ist begrenzt, sichern Sie sich jetzt Ihre verbindliche Teilnahme.

Die Anmeldung zum Moderatorentag am 9. Dezember in Berlin erfolgt ganz einfach über die Zahlung mit Paypal, wir freuen uns auf Sie!

EUR 149,00 / Regular

zzgl. 19% MwSt.

* Sollten sich zu wenige Teilnehmer anmelden, behalten wir uns vor, einen anderen Termin anzubieten oder die Veranstaltung abzusagen. Stornierungen nehmen wir bis zu vier Wochen vor der Veranstaltung entgegen und erstatten den Teilnahmebeitrag abzüglich einer Bearbeitungspauschale von 15% der Teilnahmegebühr. Ab 28 Tage vor Beginn ist eine Kostenerstattung nicht mehr möglich. Es gelten die AGB/ Deutscher Moderatorenverband.

Eventlocation

OfficeClub

Office Club

Pappelallee 78/79, 10403 Berlin

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